Corona-Alarm im Hause Scholz

Oh Mann, diese zweite Woche würde ich gern vergessen. Da war nichts drin außer falsche Aufregung. Hintergrund: Am Montag haben wir Selbsttests gemacht, nachdem meine Tochter davon sprach, dass sie sich krank fühle. Problem: Das macht sie aktuell sehr häufig, weil sie nicht in die Schule will. Vor Corona war das leichter… Aber egal wie, meine Tochter hatte tatsächlich drei Tests, bei denen man ahnen konnte, dass sie positiv waren. Zumindest einer wies relativ deutlich einen zweiten roten Streifen auf, während dieser bei den anderen beiden nur durchschimmerte. Fakt aber war: Wir konnten und wollten natürlich null Risiko eingehen. Also: Kind zuhause lassen, anderes Kind aus der Schule holen, und den Selbsttest per PCR-Test verifizieren.

Drei positive Schnelltests – dann Entwarnung

Dafür rief meine Frau die Hotline an und bekam einen Termin zum „mobilen Abstrich-nehmen“. Die Ärztin kam dafür bei uns zuhause vorbei und wir mussten uns draußen vor ihrem Auto einfinden. Dann kam der lange Abstrich (meine Tochter würgte Mitleid erregend) und das Warten begann. In die Firma bin ich natürlich erst einmal nicht. (Zwangs-)Homeoffice statt Meetings vor Ort. Mit den drei Kindern und meiner Frau, die vormittags ebenfalls von zuhause aus arbeitet, warteten wir auf das PCR-Ergebnis. Und während meine Tochter keine Gelegenheit ungenutzt ließ, um den Nachbarn zu erklären, das sie wahrscheinlich Corona hat, blieben meine Frau und ich verhalten ruhig, da meine Frau zur Risikogruppe zählt.

Es dauerte 36 Stunden und weitere zehn Schnelltests, die wir zuhause machten, bis wir endlich die Gewissheit hatten, dass es falscher Alarm war. Über einen Ciode konnte man via Internet sein Ergebnis abrufen. Wahrscheinlich hatten die Tests, die wir zuhause machten, zu nah an der Heizung gelegen (sie dürfen nur zwischen 2 und 30 Grad Celsius lagern) und waren defekt.  Auf jeden Fall war das PCR-Testergebnis bei meiner Tochter glücklicherweise negativ – was wiederum ausschließlich positiv für uns war. Denn ich durfte so wieder in die Firma, die Kinder dürfen heute wieder in die Schule (Schule ist im 2-Tages-Rhythmus) – und zuhause ist auch wieder etwas mehr (Zeit) Platz zum Trainieren. Denn das ist in den drei Zittertagen zu kurz gekommen. Viel zu kurz.

Falsche Alibis – und eine klare Ansage

Wobei: So gern ich das auf die Corona-Situation schieben würde – es lag/liegt allein an mir. Ich war sch…. faul, was das Training betrifft, weil ich mir von früh (um 6 geht’s los, gegen 22 Uhr ist Schluss) bis spät keine Zeit freigeschaufelt habe – was definitiv drin war. Nicht einmal das Morgentraining hat stattgefunden. Aber, und damit baue ich an dieser Stelle mal maximalen Druck auf mich selbst auf: Mit heute Abend beginnend werde ich mein tägliches Stabilisations-Training täglich via Faceboook und hier dokumentieren. Für jeden Tag ohne Fleiß folgt am darauffolgenden Tag das doppelte Programm. Und ein Euro in einen Topf, den ich am Jahresende einem guten Zweck spenden werde!

Soll heißen: In der Woche von heute bis zum kommenden Freitag stehen sieben Einheiten an, mit jeweils

  • 3 x 25 Situps
  • 3 x 60 Sekunden Unterarmstütz
  • 3x 60 Sekunden  Seitstütz (wechselseitig)
  • 10 x 10 Sekunden Kniebeuge einbeinig auf 45°
  • Beckenlift in Rückenlage bis Erschöpfungsgrad 7/10
  • Dehnen (Oberschenkel, Waden, Rücken)

Dazu spiele ich am Sonnabend zwei Stunden Tennis mit Hendrik und werde mich zwingen, dreimal in dieser Woche das Programm zu absolvieren, das ich aus meiner Rehazeit vom Athleticum noch vorliegen habe. Das dauert allein schon ein Stündchen… Aber egal, es MUSS! Auch dann, wenn irgendwo irgendwer einen positiven Corona-Schnelltest vorlegt. Es soll mir hier ja keiner nachsagen können, ich hätte nicht wenigstens alles  versucht…

In diesem Sinne, ich gelobe Besserung! 

Scholle

Eine Antwort

  1. Hi Scholle,
    schön dass ihr doch negativ seid.

    Aber das ist genau das Problem, dass sich alle Welt selbst testet. Und daher kommen die hohen Inzidenzzahlen 🙂

    Man sollte sich echt nur testen lassen wenn man starke Symptome hat

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