Ein Bandscheibenvorfall wird mich nicht aufhalten…

Reden ist Silber – Machen ist Gold. So verfahre ich eigentlich seit vielen, vielen Jahren, wenn es um mich geht. Ich mag es nicht, wenn man große Ankündigungen macht, ohne diese auch nur im Ansatz erfüllen zu können. Von daher kann ich auch heute feststellen: Ich habe hier einen riesengroßen Fehler gemacht, als ich dachte, es würde jeden Tag etwas geben, was interessant ist beim Kampf um mein sportliches Comeback. Denn das war mitnichten so. Im Gegenteil: Ein Bandscheibenvorfall hat von heute auf morgen einfach einmal alles lahmgelegt. Vor allem mich. Aber – und das ist das Gute daran: Auch ein Bandscheibenvorfall bedeutet heutzutage noch nicht das Ende aller Träume.

8 Wochen Zwangspause taten weh – jetzt gehts zurück!

Denn mich hat diese achtwöchige Zwangspause mächtig motiviert. Zu spüren, dass der Kopf gern einen Marathon laufen will, während der Bandscheibenvorfall nicht einmal das Treppensteigen zulässt – das war hart. Es hat in mir eine Energie auflaufen lassen, die jetzt raus muss. Langsam, um nichts zu gefährden. Das ist klar. Aber konstant, nachhaltig – und somit hoffentlich effektiv.

Hinter mir liegen viele Wochen des Bangens, denn ich rutschte von der Diagnose „Hexenschuss“ über „Ischias“ bis in das Übelste aller Rückenleiden – Bandscheibenvorfall. Ich hatte schon eine gefährliche Operation und meine sportliche Kapitulation vor Augen. Allein mein extrem cooler Arzt, Dr. Volker Carrero, nahm mir die Angst vor dieser Diagnose, indem er sie mir mit genau diesen Worten mitteilte: „Jo, Bandscheibenvorfall! Ist zwar scheiße, muss aber nicht schlimm sein. Wir machen schnell einen Termin und sehen zu, dass wir das bei Dir wieder in den Griff bekommen.“ Gesagt, getan.

Inzwischen habe ich unter dem MRT (Riesen-Röntgenröhre) zweimal eine Spritze in den Problembereich bekommen. Es wurde Flüssigkeit in den Bereich gespritzt, in dem sich die Bandscheibenflüssigkeit breitmachen wollte. So konnte die austretende Bandscheibenflüssigkeit eingedämmt werden und das wiederum sorgt inzwischen dafür, dass der Schmerz nachgelassen hat. Und: Mir stehen Reha-Tage bevor, die ebenso anstrengend wie hoffentlich effektiv werden.

Reha und konstantes Abnehmen – dann gehts ins Joggen über

Dreimal die Woche soll es in zwei Wochen (vorher steht der Familienurlaub an der Nord- und Ostsee an) darum gehen, die Muskulatur um das Problemgebiet herum so zu präparieren, dass sie die Wirbelsäule maximal stützt, sie entlastet und sie robuster macht. Denn eines steht fest: Mein Körper hält längst nicht mehr nur eine Baustelle am Rücken oder an den Knien parat. Er muss im Ganzen wieder in eine gesunde Balance gebracht werden, denn hier hat sich in den vielen Jahren, in denen ich ärztliche Behandlungen gemieden habe, mächtig was verzogen.

Angefangen mit den Dingen, die man (frau) und vor allem ich selbst zu verantworten habe: Das Gewicht. Denn das ist eine unnötige Zusatzbelastung. Am Ende der Lockdownphase und nach sechs Wochen mit dem Bandscheibenvorfall war ein Tiefpunkt erreicht. Mangelnde Bewegung, viel Frust und viele schöne Kinoabende vor dem heimischen TV mit den Kindern (und deren Chips- und Popcorn-Reste) haben  für einen echten Tiefpunkt gesorgt.  Und als ich das erste Mal in meinem Leben die 120 Kilogramm auf der Waage zu sehen bekam, musste ich handeln.

Hätte man mir in diesem Moment eine Fettabsaugung (Schönheits-OPs sind für mich normal das Allerletzte!) angeboten – ich hätte 15 Kilogramm gebucht. Aber im Ernst: Die Waage hat mir in Zahlen gesagt, dass es Zeit würde, drastischere Maßnahmen zu ergreifen. Und so kam ich zu einer Diät, über die ich Euch morgen berichten werde. Sie war hart, aber auszuhalten. Und sie hat mich innerhalb einer Woche sieben Kilogramm abnehmen lassen, von denen im Anschluss zweieinhalb (erwartungsgemäß!) wieder zurück sind. Aber sie war effektiv und gesund, da sie parallel einen Detox-Effekt hatte. Aber dazu morgen mehr. 

Die Zwangspause hat mich nur noch heißer gemacht

Bis dahin kann ich schon mal verraten: Ich nehme weiter ab, bin motivierter denn je – und ich mache wieder regelmäßiger Sport. Dosierter und noch lange nicht auf dem Niveau, das ich mir für diesen Zeitpunkt zu Beginn dieses Blogs erhofft hatte. Im Gegenteil: Ich habe inzwischen alle Turniere und Punktspiele bis August abgesagt. Denn das ist allein durch die acht Wochen Bandscheibenvorfall nicht mehr zu schaffen. Ich muss hier einfach geduldiger werden. Aber ich muss mir eben auch Ziele setzen. Neue Ziele. Und das habe ich getan. Eines davon ist, zumindest wieder ein paar Kilometer joggen zu können, ohne dass sich meine Knie und/oder mein Rücken sofort melden. Und davon bin ich gar nicht mehr so weit entfernt. Vor allem auch Dank der Diätmaßnahme.

Aber dazu dann morgen mehr! In diesem Sinne, es geht weiter! Endlich geht es weiter! Und das mit mehr Motivation denn je im Gepäck!

Scholle

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