Hexenschuss, Ischias – oder doch die Bandscheibe? Es läuft nicht…

Seit nun schon mehr als sieben Wochen ist es hier ruhig gewesen. Ich wollte mit Ergebnissen kommen, nicht mit Vermutungen. Und da nach drei Wochen aus einem hartnäckigen Hexenschuss in Selbstdiagnose ein eingeklemmter Ischias-Nerv wurde, der mich nahezu von allen sportlichen Betätigungen abgehalten hat, bin ich jetzt am Anfang dieser Woche endlich zum Arzt gegangen. Es wurde einfach nicht besser. Eigentlich wollte mich in der Zwischenzeit mein befreundeter Physiotherapeut behandelt haben. Aber der hatte leider Wichtigeres zu tun. Erst ist er an dem Abend, an dem er kommen wollte, noch mal Vater geworden – und dann….. Dann hatte er wohl auch wichtigeres zu tun. Glaube ich zumindest.

Aktuell ziehen die Schmerzen über die rechte Arschbacke bis in den äußeren Wadenbereich, der schnell verhärtet. Ich arbeite mit einer Faszienrolle gegenan, und das hilft auch partiell. Aber eine Lösung ist das nicht. Auf jeden Fall war es nunmehr unumgänglich, zum Arzt zu gehen. Das mache ich echt ungern. Immer schon. Aber da war ich nun am Dienstagmorgen. Bei meinem Freund Dr. Volker Carrero, der ein bekannter Orthopäde hier in Hamburg ist, hatte ich netterweise noch schnell einen Termin freigeräumt bekommen, bevor er zusammen mit dem Zweitligisten des FC St. Pauli seit Mittwoch in Quarantäne musste.

Dennoch: Volker hatte keine guten Nachrichten für mich: Bandscheibenvorfall. So ein Dreck! Ich hatte vor elf Jahren schon einmal an der gleichen Stelle im unteren Rücken eine Bandscheibenvorwölbung, die mit Schmerztherapie aber in den Griff zu bekommen war. Jetzt ein Vorfall? Klingt erst einmal schlimm. Aber: „Du kannst alles machen, was nicht zu schmerzhaft ist“, hat mir der Doc mit auf den Weg gegeben. Da das aktuell aber nicht allzu viel war in den letzten Wochen, das Essen an sich aber funktionierte und ich meine Ernährung noch nicht ausreichend professionalisiert habe, sind wieder ein paar Lasten hinzugekommen. Ergo: Ich entwickle mich – aber rückwärts… Und das nervt mich ganz gewaltig. So sehr, dass ich mich tatsächlich schon nach der Sinnhaftigkeit dieser Veranstaltung gefragt habe.

Ergebnis: Aufgeben ist nicht! Es geht weiter. Bis ich am Ziel bin!

Nein! Es wird vorher nicht aufgegeben. Im Gegenteil. So ungern ich zu Ärzten auch gehe, für den heutigen Sonnabend hatte ich mir zu 8.45 Uhr einen MRT-Termin geben lassen, damit ich genau weiß, was los ist. Oder besser formuliert: DAS wird mit Volker dann am Dienstag beim nächsten Termin in seiner Praxis anhand der gemachten Bilder erläutern. Bis dahin werde ich aber – so verrückt es klingt – zumindest ein wenig Tennis spielen. Nur, um überhaupt etwas Bewegung zu bekommen. Denn Joggen ist nicht, ein neues Spinning-Bike habe ich noch nicht – und die Situps, die ich gleich am Anfang dieses Langzeitprojektes etwas im Überfluss gemacht habe, sind Gift im Moment. Okay, Schwimmengehen wäre mit lieber, aber da muss ich mich Corona-bedingt noch etwas gedulden. Denn einen eigenen Pool haben wir leider auch nicht…;-)

Zwei Millionen Euro kostet so ein MRT – hoffentlich hast gute Nachrichten für mich…

Fakt ist aber, dass ich relativ kaltgestellt bin, da ich tagsüber momentan zwangsläufig noch sehr viel am Schreibtisch sitze, was das Negative noch potenziert.  Eine besch…. Situation, die mich von innen unruhig und unausgeglichen macht. Aber das wird die/der eine oder andere von Euch ja auch schon kennen. Zumal man den eigenen Zerfall vom Sportler zum dickbäuchigen Couch-Papa, der schon beim Spielen im Kinderzimmer seine Unbeweglichkeit in aller Brutalität vor Augen geführt bekommt, live mitverfolgt.

Was also tun? Tennis in ruhiger Form hat funktioniert. Also ohne Aufschläge, einfach nur lange Bälle spielen, wenig Start-Stopp-Bewegungen. Und Spazierengehen. Das ist zwar so gar nicht mein Ding, weil langweilig – aber es soll gut sein. Meine gerade begonnene Karriere als Seilspringer kann ich nach einem ersten Versuch gleich wieder an den Nagel hängen, Joggen machen die Knie und der Rücken nicht lange mit. Und aktuell entdecke ich an mir tatsächlich einen Wesenszug, den ich bislang nicht kannte: Ich gedulde mich… 😉 Also bis ich genaueres weiß zumindest.

Meine Frage an Euch: Wer von Euch hat so eine Phase schon hinter sich und kann mir ein paar Tipps geben, was man trotzdem machen kann, um nicht mit jeder Mahlzeit (ich wollte meine Ernährung nicht im Expresstempo um 180 Grade drehen, sondern langsam und geschmacklich erträglich umstellen) noch mehr zuzunehmen? Dieses „ein Schritt voran, zwei Schritte zurück“ kann ich nicht mehr ab. Das frustriert mich einfach nur…!

Ich danke Euch auf jeden Fall schon einmal für die vielen lieben Grüße via Facebook! Darüber habe ich mich wirklich riesig gefreut! Und ich melde mich spätestens Dienstag nach der Analyse von Dr. Volker Carrero noch einmal und verrate Euch, was genau es denn nun auf sich hat mit dem vermeintlichen Bandscheibenvorfall. Bis dahin – halten wir alle die Ohren steif! Und allen, die seit diesem Wochenende wieder besser ihrem Job nachgehen könne wünsche ich nur das Allerbeste! Mein Leiden hier ist tatsächlich nichtig im Vergleich zu so manchem (auch in meinem Bekanntenkreis), die/der existenzielle Nöte leiden muss(te).

Bis später!

Scholle

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