Stand-Up-Paddling offenbart Mängel

Zwei Wochen waren wir jetzt unterwegs. Erst an der Nordsee im Center Parcs, danach fünf Tage an der Ostsee bei Freunden. Klingt alles nach Aktivität, war es aber nur bedingt. Im Center Parcs waren es die Treppen zu den Wasser-Rutschen, die ich hochlaufen konnte. Ich sage bewusst nicht „musste“, weil ich mich ja sportlich betätigen will. Möglichst immer. Und an der Ostsee war es das Toben im Wasser mit den Kindern – was jetzt auch nicht allzu anstrengend war. Und da Joggen noch nicht geht, die Kinder gern leckeres Essen essen und dabei immer relativ viel übriglassen, kam es so, wie es nicht kommen sollte: Ich habe tatsächlich ein Kilo zugenommen. Trotz Intervallfasten und Lowcarb – was letztlich gar nicht so low war…

LowCarb und Intervallfasten helfen nur bedingt

Interessanter als alles das aber ist, dass ich durchs einfache Probieren neuer Dinge noch einmal vor Augen geführt bekommen habe, was ich noch machen muss. Denn als wir spontan ein Stand-Up-Paddling-Bord mieteten und ich an der Reihe war, wurde es brutal. Denn für das so einfach aussehende Paddeln im Stehen auf einer Art Surfboard braucht man eigentlich nur einen guten Gleichgewichtssinn. Und den hatte ich eigentlich immer. Auch nach meiner Knie-Operation wieder, nachdem ich lange Zeit Reha-Training im UKE Athleticum absolviert und insbesondere auch daran gearbeitet hatte. „Du gehst so unrund“, hatte mir meine Frau nach einer Weile Watt-Wanderung schon gesagt und mir damit eigentlich einen guten Hinweis gegeben. Denn ich bin komplett nicht ausbalanciert.

Im Ergebnis bedeutete das, dass ich mich häufiger im Wasser wiederfand, als mir recht war, während der Freund meines Sohnes locker und leicht selbst Wellengang meisterte. Und egal wie sehr ich mich bemühte, ich merkte einfach, wie ungleich meine Beinmuskulatur ausgebildet ist. Paddelte ich rechts, geriet ich sofort ins Wanken. Links war es dagegen kein Problem. Und wer auch immer sowas von Eich schon mal hatte, die/der weiß: da hilft nur Training, oder es heißt zwangsläufig: Wasser statt Stand-up.

Macht mit! Ihr werdet Euch wundern…

Meine erste Maßnahme war, dass ich wieder angefangen habe, auf einem Bein Zähne zu putzen. Dazu das Wackelkissen zuhause – was ich allerdings erst jetzt nach unserer Rückkehr wieder in Angriff nehmen kann. Aber ich muss zugeben, dass es mir schon zu denken gibt, wie viele grundsätzliche Dinge man erst wieder trainieren muss, obwohl man bislang gar nicht bemerkt hat, dass hier etwas nicht stimmt. Ich bin mal gespannt, was da noch so alles kommt, wenn ich in den nächsten Tagen mit meinem offiziellen Reha-Training beginne. Bis dahin werde ich weiter meine Übungen aus der Zeit im UKE Athleticum machen. Und ich werde ich zeigen, was ich meine. Ab Montag!

Bis dahin Euch allen erst einmal ein schönes Wochenende! Genießt Euren ausgeprägten Gleichgewichtssinn – oder probiert selbst einmal, wie es darum bei Euch bestellt ist. Stellt Euch mal auf ein Bein und schließt die Augen. Ihr werdet Euch wundern…

In diesem Sinne,

Scholle

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